Der Matchball liegt bereit: TSB Gmünd begeistert 1000 Fans mit einer Heimgala

Unaufhaltsam marschiert der TSB Gmünd in Richtung 3. Liga. Die Gäste von der SG Heddesheim können das hohe Tempo nur 25 Minuten lang mitgehen, danach dominiert der Tabellenführer bis zum 37:23 (18:15) davon und ist nur noch einen Sieg von der Meisterschaft entfernt.

Team, Spitzenreiter, Begeisterung: Der TSB Gmünd tanzte sich am Sonntagabend schon einmal warm für die immer näher rückende Feier. Die Spieler hüpften euphorisch im Kreis zum minutenlangen Applaus der knapp 1000 Zuschauer. Durch die Ergebnisse des Vortages war zwar klar, dass der TSB noch nicht vorzeitig aufsteigen konnte. Doch auf ihrem Siegeszug in Richtung 3. Liga will die Mannschaft von Trainer Aaron Fröhlich rein gar nichts mehr anbrennen lassen. „Wir haben gegen die vermutlich beste Mannschaft der Liga unsere erste richtige Klatsche in dieser Saison bekommen“, musste Gästecoach Frank Schmitt neidlos anerkennen. Fröhlich wiederum war beeindruckt, wie souverän seine junge Truppe dem Druck standgehalten hat: „Wir hatten am Ende ein paar Körner mehr im Tank und haben das Spiel deutlicher entschieden, als es eigentlich über weite Strecken war.“
Die Nordbadener, die als Aufsteiger in dieser Runde immer wieder Duftmarken setzen konnten, hatten sich keinesfalls kampflos ergeben. TSB-Linksaußen Niklas Burtsche erzielte zwar die ersten beiden Treffer, doch Heddesheims wuchtiger Kreisläufer Simon Reisig antwortete prompt. Kurzzeitig lagen die Hausherren mit 5:6 (11.) zurück, ließen sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen und drehten durch ihre Rückraumschützen Stefan Scholz und Kai Schäffner wieder auf 8:7 (14.) um. Heddesheim agierte fast durchgehend mit einem zusätzlichen Feldspieler im Angriff. Ein Mittel, auf das der TSB trotz detaillierter Vorbereitung zunächst die richtigen Mittel fand. Bis zum 14:14 (24.) war die Partie völlig ausgeglichen. Der TSB legte vor, die Gäste glichen immer wieder postwendend aus.
Die hohe Intensität allerdings konnte Heddesheim nicht allzu lange mitgehen. Mit Andreas Maier und Yannik Leichs bewies der TSB nicht nur defensiv eine starke Körpersprache, sondern auch große Entschlossenheit gegen die clevere SG-Abwehr. Mit vier Rückraumleuten wurden die Gäste zunehmend müde gerannt. „Es ist sauschwer zu verteidigen, wenn gefühlt 200 Stundenkilometer auf dich zurollen“, meinte Schmitt. Mit drei Toren in Folge setzte sich der TSB erstmals auf 17:14 (26.) ab und zwang den Gästetrainer zu seiner ersten Auszeit. Weil die Gmünder ihre Gegner zunehmend zu schwierigen Außenwürfen zwangen und diese oft in den Armen von Tormann Daniel Mühleisen landeten, blieb es bis zur Pause beim Drei Tore-Vorsprung.
Die zweite Hälfte begann mit einem Aufreger: Burtsche bekam beim Sprungwurf vom linken Flügel ein Bein gestellt. Gegenspieler Rouven Hoffmann sah die Rote Karte, der Gefoulte verwandelte den fälligen Strafwurf selbst und erhöhte gedankenschnell auf 20:16 (33.), nachdem ein Heddesheimer Maiers ersten Wurf aufs leerstehende Tor noch abgeblockt hatte. „Umso länger das Spiel ging, umso besser haben wir es gelöst“, zeigte sich Fröhlich zufrieden. Nur bis zum 23:21 (38.) lag Spannung in der Luft. Heddesheim blieb durch kräftige Rückraumwürfe zunächst im Rennen, leistete sich aber immer mehr Fehler – und das bestrafte der TSB eiskalt.
Die Gmünder verteidigten aufmerksam, erzielten insgesamt fünf einfache Distanztreffer ins leerstehende Gästetor und auch die beiden Außen kamen zunehmend ins Rollen. Sowohl Burtsche als auch sein Pendant Wolfgang Bächle leisteten sich keinen einzigen Fehlwurf. Und dann war da noch der immer stärker werdende Rückhalt. Innerhalb weniger Augenblicke kaufte Mühleisen sowohl Kreisläufer Reisig als auch dem nachsetzenden Rechtsaußen Pauli einen freien Wurf ab. Vorne löste Spielmacher Tom Abt viele Situation ganz elegant, als Vollstrecker stach meist Leichs hervor. Zehn Minuten lang ließ der TSB keinen Gegentreffer zu, durch sieben Tore in Folge bis zum 30:21 (46.) war alles entschieden.
Offensivdrang ohne Ende und eine Abwehr, die nur noch acht Gegentreffer zuließ: Was der TSB in dieser zweiten Halbzeit ablieferte, war schlichtweg meisterlich. Mühleisen hatte sich längst eine eigene Aura aufgebaut und fing einen frechen Lupfer des Linksaußen Louis Maurer lässig ab, bevor er sich in der Schlussphase wieder einmal ganz kollegial für seinen Torwartpartner Tobias Klemm auswechseln ließ. Die Vorderleute schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe: Youngster Florian Abele bestätigte seine saisonweite 100 Prozent-Quote von der Siebenmeterlinie, Stefan Scholz traf mit einem Konter zum 37:23 und machte den sechsten Sieg in Folge perfekt.
Die Standing Ovations in den letzten zwei Minuten gaben dem TSB noch zusätzlichen Auftrieb, um nun auch den letzten Schritt zu gehen. Am kommenden Samstag (20 Uhr / Hofbühlhalle Metzingen) könnten mit einem Sieg beim abstiegsbedrohten TV Neuhausen/Erms schon am drittletzten Spieltag die Sektkorken knallen. „Für uns ist jetzt ganz einfach“, fiebert Fröhlich diesem ersten Meister-Matchball entgegen: „Wir haben schon immer jedes Spiel einzeln als Endspiel betrachtet. Wir gehen mit allem, was wir haben und hoffentlich der großen Unterstützung aller Zuschauer nach Neuhausen. Wir wollen das jetzt unbedingt klar machen.“
Unaufhaltsam marschiert der TSB Gmünd in Richtung 3. Liga. Die Gäste von der SG Heddesheim können das hohe Tempo nur 25 Minuten lang mitgehen, danach dominiert der Tabellenführer bis zum 37:23 (18:15) davon und ist nur noch einen Sieg von der Meisterschaft entfernt.

Team, Spitzenreiter, Begeisterung: Der TSB Gmünd tanzte sich am Sonntagabend schon einmal warm für die immer näher rückende Feier. Die Spieler hüpften euphorisch im Kreis zum minutenlangen Applaus der knapp 1000 Zuschauer. Durch die Ergebnisse des Vortages war zwar klar, dass der TSB noch nicht vorzeitig aufsteigen konnte. Doch auf ihrem Siegeszug in Richtung 3. Liga will die Mannschaft von Trainer Aaron Fröhlich rein gar nichts mehr anbrennen lassen. „Wir haben gegen die vermutlich beste Mannschaft der Liga unsere erste richtige Klatsche in dieser Saison bekommen“, musste Gästecoach Frank Schmitt neidlos anerkennen. Fröhlich wiederum war beeindruckt, wie souverän seine junge Truppe dem Druck standgehalten hat: „Wir hatten am Ende ein paar Körner mehr im Tank und haben das Spiel deutlicher entschieden, als es eigentlich über weite Strecken war.“
Die Nordbadener, die als Aufsteiger in dieser Runde immer wieder Duftmarken setzen konnten, hatten sich keinesfalls kampflos ergeben. TSB-Linksaußen Niklas Burtsche erzielte zwar die ersten beiden Treffer, doch Heddesheims wuchtiger Kreisläufer Simon Reisig antwortete prompt. Kurzzeitig lagen die Hausherren mit 5:6 (11.) zurück, ließen sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen und drehten durch ihre Rückraumschützen Stefan Scholz und Kai Schäffner wieder auf 8:7 (14.) um. Heddesheim agierte fast durchgehend mit einem zusätzlichen Feldspieler im Angriff. Ein Mittel, auf das der TSB trotz detaillierter Vorbereitung zunächst die richtigen Mittel fand. Bis zum 14:14 (24.) war die Partie völlig ausgeglichen. Der TSB legte vor, die Gäste glichen immer wieder postwendend aus.
Die hohe Intensität allerdings konnte Heddesheim nicht allzu lange mitgehen. Mit Andreas Maier und Yannik Leichs bewies der TSB nicht nur defensiv eine starke Körpersprache, sondern auch große Entschlossenheit gegen die clevere SG-Abwehr. Mit vier Rückraumleuten wurden die Gäste zunehmend müde gerannt. „Es ist sauschwer zu verteidigen, wenn gefühlt 200 Stundenkilometer auf dich zurollen“, meinte Schmitt. Mit drei Toren in Folge setzte sich der TSB erstmals auf 17:14 (26.) ab und zwang den Gästetrainer zu seiner ersten Auszeit. Weil die Gmünder ihre Gegner zunehmend zu schwierigen Außenwürfen zwangen und diese oft in den Armen von Tormann Daniel Mühleisen landeten, blieb es bis zur Pause beim Drei Tore-Vorsprung.
Die zweite Hälfte begann mit einem Aufreger: Burtsche bekam beim Sprungwurf vom linken Flügel ein Bein gestellt. Gegenspieler Rouven Hoffmann sah die Rote Karte, der Gefoulte verwandelte den fälligen Strafwurf selbst und erhöhte gedankenschnell auf 20:16 (33.), nachdem ein Heddesheimer Maiers ersten Wurf aufs leerstehende Tor noch abgeblockt hatte. „Umso länger das Spiel ging, umso besser haben wir es gelöst“, zeigte sich Fröhlich zufrieden. Nur bis zum 23:21 (38.) lag Spannung in der Luft. Heddesheim blieb durch kräftige Rückraumwürfe zunächst im Rennen, leistete sich aber immer mehr Fehler – und das bestrafte der TSB eiskalt.
Die Gmünder verteidigten aufmerksam, erzielten insgesamt fünf einfache Distanztreffer ins leerstehende Gästetor und auch die beiden Außen kamen zunehmend ins Rollen. Sowohl Burtsche als auch sein Pendant Wolfgang Bächle leisteten sich keinen einzigen Fehlwurf. Und dann war da noch der immer stärker werdende Rückhalt. Innerhalb weniger Augenblicke kaufte Mühleisen sowohl Kreisläufer Reisig als auch dem nachsetzenden Rechtsaußen Pauli einen freien Wurf ab. Vorne löste Spielmacher Tom Abt viele Situation ganz elegant, als Vollstrecker stach meist Leichs hervor. Zehn Minuten lang ließ der TSB keinen Gegentreffer zu, durch sieben Tore in Folge bis zum 30:21 (46.) war alles entschieden.
Offensivdrang ohne Ende und eine Abwehr, die nur noch acht Gegentreffer zuließ: Was der TSB in dieser zweiten Halbzeit ablieferte, war schlichtweg meisterlich. Mühleisen hatte sich längst eine eigene Aura aufgebaut und fing einen frechen Lupfer des Linksaußen Louis Maurer lässig ab, bevor er sich in der Schlussphase wieder einmal ganz kollegial für seinen Torwartpartner Tobias Klemm auswechseln ließ. Die Vorderleute schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe: Youngster Florian Abele bestätigte seine saisonweite 100 Prozent-Quote von der Siebenmeterlinie, Stefan Scholz traf mit einem Konter zum 37:23 und machte den sechsten Sieg in Folge perfekt.
Die Standing Ovations in den letzten zwei Minuten gaben dem TSB noch zusätzlichen Auftrieb, um nun auch den letzten Schritt zu gehen. Am kommenden Samstag (20 Uhr / Hofbühlhalle Metzingen) könnten mit einem Sieg beim abstiegsbedrohten TV Neuhausen/Erms schon am drittletzten Spieltag die Sektkorken knallen. „Für uns ist jetzt ganz einfach“, fiebert Fröhlich diesem ersten Meister-Matchball entgegen: „Wir haben schon immer jedes Spiel einzeln als Endspiel betrachtet. Wir gehen mit allem, was wir haben und hoffentlich der großen Unterstützung aller Zuschauer nach Neuhausen. Wir wollen das jetzt unbedingt klar machen.“

TSB Jets – SG Heddesheim 37:23 (18:15)

TSB: Daniel Mühleisen (1.-53.Minute), Tobias Klemm (53.-60.) – Niklas Burtsche (9/5), Yannik Leichs (8), Tom Abt (5), Andreas Maier (4), Kai Schäffner (3), Stefan Scholz (3), Wolfgang Bächle (2), Jonas Waldenmaier (2), Florian Abele (1/1), Stephan Mühleisen, Arian Pleißner, Patrick Watzl
SG: Cedric Ehret, Nils Meiser – Simon Reisig (4), Felix Kirschner (4), Louis Maurer (3), Philipp Ulrich (3), Philipp Badent (3), Gianluca Pauli (2/2), Tom Stephan (2), Niko Kettner (1), Leon Dennhardt (1), Rouven Hoffmann, Marco Hindenberger, Björn van Marwick, Philipp Pfisterer, Niclas Winkler
Siebenmeter: TSB 6/6 – SG 2/2
Zeitstrafen: TSB 12 Minuten – SG 10 Minuten
Rote Karte: Rouven Hoffmann (SG/32./Hartes Foulspiel)
Schiedsrichter: Tobias Glöggler, Nikolas Rupp (SC Lehr)
Zuschauer: 1000
(Text: Nicolas Schoch - Bilder: Frank Bieg)