Nach drei Siegen in Serie muss der TSB Gmünd II wieder eine Niederlage hinnehmen und unterliegt nach einer schwachen Vorstellung der HSG Oberer Neckar mit 25:33 (12:17). Das Zittern um den Verbleib in der Bezirksoberliga geht in eine letzte, alles entscheidende Woche.


Die Formkurve sprach eigentlich klar für die Gmünder, die in der Flatow-Sporthalle in Stuttgart-Wangen allerdings von der ersten Minute an nicht so richtig auf Betriebstemperatur kamen. Beim Tabellendritten hatte das Team von Patrick Schamberger auf weitere „Big Points“ gehofft, hinterher aber sprach der Trainer von einem „katastrophalen Spiel.“ Defensiv wurde kaum ein Eins-gegen-Eins gewonnen, die Schützen aktiv angelaufen oder von Außen gut verteidigt. Gleichzeitig waren die Ausfälle der beiden Spielgestalter Kai Jaros und Sebastian Wittek nicht aufzufangen.
Nach dem ersten Treffer von Felix Daubner gerieten die Gmünder rasch mit 1:4 (7.) ins Hintertreffen und mühten sich vergebens ab. Die HSG Oberer Neckar hielt einen stabilen Vorsprung, auch wenn der TSB beim 4:5 (12.) und 11:12 (24.) kurzzeitig schnupperte. Einzig den starken Paraden von Tormann Tizian Daubner war es zu verdanken, dass die Gäste nicht schon zur Pause weiter abgeschlagen waren als mit dem 12:17 (30.) ohnehin schon. Auch nach dem Seitenwechsel deutete wenig auf eine Aufholjagd hin, stattdessen schwammen beim 15:22 (42.) schon vorzeitig die Felle den Neckar hinunter.
Der Rückraum um Felix Daubner und Jonathan Leichs verstrickte sich zu sehr in Einzelaktionen, mit den schwindenden Kräften ließ auch die Konzentration nach. Dass die beiden Top-Werfer ihr Team nochmals auf 23:27 (51.) heranbrachten, war letztlich nur noch Makulatur. Zwar hatten die Gmünder den Top-Torschützen der Liga, HSG-Spielmacher Jan Billner, längst in Manndeckung genommen. Doch dessen Nebenleute trumpften umso mehr auf: Mit vier Toren in Folge stellten die Hausherren die Weichen auf Sieg, der TSB war bei der 25:33-Pleite letztlich chancenlos.
„Auch wenn unser Angriff in der zweiten Halbzeit besser lief“, bilanzierte Schamberger: „So kannst du kein Spiel gewinnen.“ Zwingend gewinnen muss das Perspektivteam nun seine verbleibenden beiden Partien, um den zehnten Tabellenplatz – der voraussichtlich den Abstieg bedeuten würde – noch zu verlassen. Zwei absolute Endspiele stehen am Mittwoch (20:30 Uhr / Fritz-Ulrich-Halle) beim Tabellensiebten SF Schwaikheim II sowie am Sonntag (17 Uhr / Große Sporthalle) gegen den direkten Konkurrenten TSV Alfdorf/Lorch/Waldhausen II bevor.
TSB II: Tizian Daubner, Dennis Slonek – Jonathan Leichs (6), Noel Reibstein (5), Kai Kiesel (5), Felix Daubner (5/1), Jonas Stütz (3), Aaron Wild (1), Paul Fritz, Can Oktay, Max Wollmann, Moritz Kienzle
(Nicolas Schoch)
(Nicolas Schoch)






































