Der TSB Gmünd muss sich zur kommenden Runde neu sortieren. Nach nur einem Jahr zieht es die beiden Talente Simon Neumaier und Florian Abele weiter auf die Fildern. Zudem beendet Simon Fröhlich seine Tätigkeit als Co-Trainer.

Einer wird den Sprung in die Drittklassigkeit sicher schaffen – unabhängig davon, wie das Aufstiegsrennen für den TSB Gmünd ausgeht. Simon Neumaier erhält zur neuen Saison einen Vertrag beim TSV Neuhausen/Filder, Tabellensiebter in der 3. Liga Süd und trainiert vom früheren Bundesligaprofi Daniel Brack. Der aus Alfdorf stammende Neumaier ist seit vergangenem Sommer bereits Teil der A-Jugend von JANO Filder, die sich bereits vorzeitig für das Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft qualifiziert hat. Ausgestattet mit einem Zweitspielrecht, bringt es der Linkshänder bislang auf sieben Tore in 11 Regionalliga-Partien für den TSB. Internationale Erfahrung sammelte Neumaier bereits bei der U19- und U21-WM mit den USA, dem Heimatland seiner Großmutter. Der große Traum des 18-Jährigen: Ein Kaderplatz bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles. „Er will sich so hoch wie möglich etablieren und so den Sprung zu weiteren Turnieren schaffen“, zeigt TSB-Trainer Aaron Fröhlich durchaus Verständnis.

Nur zu gerne hätten die Gmünder das Rückraumtalent gehalten, ebenso wie auch den 19 Jahre jungen Florian Abele. Der aus Hofen stammende Rechtsaußen wird den TSB ebenfalls nach nur einem Jahr verlassen und schließt sich dem Ligarivalen HSG Ostfildern an. „Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung bei der HSG“, so Abele. Ich will mich hier beweisen und durch mehr Spielanteile meine Entwicklung vorantreiben.“ Der aktuelle Tabellenelfte baut seine Mannschaft derzeit kräftig um, die rechte Außenbahn wird Abele künftig gemeinsam mit Tim Küstner vom Verbandsligisten TV Reichenbach bekleiden. Beim TSB Gmünd hingegen steht der Youngster bislang im Schatten von Wolfgang Bächle, erzielte in 18 Partien fünf Tore. „Ich hätte es natürlich gerne gesehen, dass er sich die nötige Zeit gibt und sich in den nächsten Jahren als Nachfolger von Wolle etabliert“, sagt Aaron Fröhlich. „In seinem jungen Alter will er natürlich mehr spielen und dafür wünschen wir ihm alles Gute, weil er sich bei uns absolut top präsentiert hat.“

Noch schwerer wiegt für den Cheftrainer allerdings ein Abgang abseits des Spielfeldes. Zwillingsbruder Simon Fröhlich beendet nach zwei Jahren auf eigenen Wunsch seine Tätigkeit als Co-Trainer. Beruf, Familie und der zeitliche Aufwand im Viertliga-Handball lassen sich für ihn künftig nicht mehr vereinbaren. Ein Abschied, der eine Lücke hinterlässt.

(Text: Nicolas Schoch - Bilder: Frank Bieg)

(Text: Nicolas Schoch - Bilder: Frank Bieg)







































