„Ein absoluter Glücksfall“: Nils Eilers bringt Drittliga-Erfahrung zum TSB Gmünd

Kurz nach dem Aufstieg in die 3. Liga landet der TSB Gmünd den nächsten wichtigen Treffer. Der 26-Jährige Nils Eilers kommt vom bisherigen Ligarivalen TSV Weinsberg, um künftig mit Top-Torjäger Niklas Burtsche ein starkes Duo auf Linksaußen zu bilden.

Gerade einmal zwei Monate ist es her, da stand Nils Eilers dem TSB Gmünd noch als Gegner gegenüber. Drei Tore erzielte der Linksaußen für den TSV Weinsberg und während der TSB auf dem Feld mit 34:21 dominierte, begann im Hintergrund bereits etwas zu wachsen. Denn der aus Remshalden stammende Linksaußen verfolgte den Weg des baldigen Regionalliga-Meisters schon aufmerksam. Nach dem direkten Duell intensivierte sich der Kontakt erneut – und aus Interesse wurde schnell echte Begeisterung.
 
„Je näher die Einigung kam, umso mehr habe ich die Daumen gedrückt“, erzählt Eilers. Inzwischen ist klar: Aus dem langjährigen Gegenspieler wird nun selbst ein „Jet“. Nach Saisonende traf er sogar schon seine zukünftigen Teamkollegen bei der Aufstiegsfeier auf Mallorca. Für Eilers passt der Wechsel gleich in mehrfacher Hinsicht. Der Fahrtweg wird kürzer, das Umfeld ist familiär – und sportlich sieht er den neuen Verein absolut verdient in der 3. Liga angekommen. „Der TSB war oft oben dabei. Jetzt war es der Schritt, der einfach kommen musste, wenn man sieht, was für eine Arbeit hier kontinuierlich geleistet wird.“
 

Aufstiegsspieler mit Mentalität und Nervenstärke

Neben dem Gmünder Eigengewächs Yannik Leichs, der fünf Jahre beim TV Plochingen verbrachte, sowie dem neuen Kreisläufer Sören Winger vom TV Bittenfeld II wird Eilers einer der wenigen TSBler sein, die sich bereits in der Drittklassigkeit auskennen. Sogar mehr als das: Vor einem Jahr war er maßgeblich daran beteiligt, dass der HC Oppenweiler/Backnang erstmals den Sprung in die 2. Bundesliga schaffte. „Aus dieser Zeit habe ich unglaublich viel mitgenommen“, sagt der 26-Jährige und meint damit besonders die professionellen Trainingsbedingungen.
 
In den vier Aufstiegsspielen gegen Eintracht Hildesheim und Empor Rostock hatte der Linksaußen starke 17 Tore erzielt. „Da gibt es nichts Vergleichbares“, schwärmt er noch heute von diesen prickelnden Duellen in ausverkauften Hallen. Wenngleich damals schon feststand, dass Eilers den HCOB nach nur einem Jahr wieder verlassen würde. Doch statt sich hängen zu lassen, kämpfte er sich zurück und wurde zum entscheidenden Faktor.
 
Diese Mentalität soll nun auch dem Liganeuling TSB helfen. So hart der Kampf um den Klassenerhalt auch sein wird. Eilers ist überzeugt, dass dieser zu gewinnen sein wird: „Wenn wir jedes Spiel mit der gleichen Energie angehen – egal ob der Meister oder der Tabellenletzte kommt.“ Ab Herbst kann er das selbst unter Beweis stellen, wenn er in der Drittklassigkeit wieder auf seinen abgestiegenen Ex-Verein trifft und parallel sein BWL-Studium abschließen wird.
 

Ein echtes Luxusproblem auf Linksaußen

In Niklas Burtsche besitzt der TSB bereits einen gefährlichen Linksaußen, der mit jeweils über 200 Saisontoren zweimal in Folge bester Werfer der „Jets“ war. Nun kommt mit Eilers ein weiterer Spieler mit Qualität, Tempo und Abschlussstärke hinzu. Ein Konkurrenzkampf? Ja. Ein Problem? Ganz im Gegenteil. Die beiden Positionskollegen haben sich bereits persönlich ausgetauscht und sich auf Anhieb bestens verstanden. Es soll ein Duo entstehen, das sich gegenseitig besser macht – ähnlich wie zuletzt das kollegiale Torwartgespann mit Daniel Mühleisen und Tobias Klemm. Neuzugang Eilers hat jedenfalls ein gutes Gefühl, denn: „Es ist ganz arg wichtig, dass man weiß, man hat jemanden im Rücken, der einen unterstützt. Wir wollen ein gutes Duo werden, auf das man sich verlassen kann.“ Auch an der Siebenmeterlinie sieht Eilers, der in der abgelaufenen Saison 112/76 Tore für Weinsberg erzielte, gute Möglichkeiten: „Ich übernehme gerne Verantwortung. Da kann man sich gut ergänzen, doch am Ende entscheiden das die Trainer.“
 

„Können es uns nicht leisten, nur mit einem Mann pro Position besetzt zu sein“

Der TSB reagiert mit der Verpflichtung bewusst auf die Anforderungen der 3. Liga. Mehr Breite, mehr Qualität und mehr Erfahrung sind gefordert. „Wir können es uns nicht mehr leisten, dass wir nur mit einem Mann auf einer Position besetzt sind“, betont der Sportliche Leiter Jürgen Rilli. „Nun haben wir zwei exzellente Linksaußen. Das ist für uns ein absoluter Glücksfall.“ Vor allem, weil der Druck auf Top-Torjäger Burtsche damit kleiner wird. „Nils passt optimal ins Team, ohne Niklas etwas wegzunehmen“, sagt Rilli: „Bislang hat er immer liefern müssen, das Vertrauen genießt er weiterhin. Deshalb habe ich keine Sorgen, dass die neue Situation hemmen, sondern beide Spieler pushen wird.“

Schon vor einem Jahr war der Sportliche Leiter mit Eilers in Kontakt getreten. Der Remshaldener sei ein Spieler, der perfekt zur Philosophie des TSB passt: „Wie die Mannschaft mit jungen entwicklungsfähigen Spielern auftritt, welche Stimmung wir in der Halle haben und welche Identifikation wir vorleben – das sehen natürlich gegnerische Spieler.“ Besonders auch die Fähigkeit von Aufstiegstrainer Aaron Fröhlich, der stets das Maximale aus allen Akteuren herauskitzelt. Die Chemie stimmte sofort, wie Eilers berichtet: „Wir haben offen über meine Spielzeiten gesprochen. Wichtig ist, dass man miteinander kommuniziert – und da hatte ich direkt das Gefühl, dass wir auf einer Wellenlänge sind.“
 

Offen, bodenständig – und voller Vorfreude

Mit Yannik Leichs und Kai Schäffner verbindet ihn bereits die gemeinsame Zeit in der Göppinger Jugend. Abseits des Spielfeldes wirkt Eilers bodenständig, offen und reflektiert. Im dualen Studium arbeitet er für einen IT-Dienstleister, liebt Espresso vor dem Spiel und geht „unfassbar gerne in die Sauna.“ Es spricht alles dafür, dass mit dem Trainingsauftakt am 15. Juni beim TSB Gmünd ein erfolgreiches neues Kapitel für beide Seiten beginnt.
Kurz nach dem Aufstieg in die 3. Liga landet der TSB Gmünd den nächsten wichtigen Treffer. Der 26-Jährige Nils Eilers kommt vom bisherigen Ligarivalen TSV Weinsberg, um künftig mit Top-Torjäger Niklas Burtsche ein starkes Duo auf Linksaußen zu bilden.

Gerade einmal zwei Monate ist es her, da stand Nils Eilers dem TSB Gmünd noch als Gegner gegenüber. Drei Tore erzielte der Linksaußen für den TSV Weinsberg und während der TSB auf dem Feld mit 34:21 dominierte, begann im Hintergrund bereits etwas zu wachsen. Denn der aus Remshalden stammende Linksaußen verfolgte den Weg des baldigen Regionalliga-Meisters schon aufmerksam. Nach dem direkten Duell intensivierte sich der Kontakt erneut – und aus Interesse wurde schnell echte Begeisterung.
 
„Je näher die Einigung kam, umso mehr habe ich die Daumen gedrückt“, erzählt Eilers. Inzwischen ist klar: Aus dem langjährigen Gegenspieler wird nun selbst ein „Jet“. Nach Saisonende traf er sogar schon seine zukünftigen Teamkollegen bei der Aufstiegsfeier auf Mallorca. Für Eilers passt der Wechsel gleich in mehrfacher Hinsicht. Der Fahrtweg wird kürzer, das Umfeld ist familiär – und sportlich sieht er den neuen Verein absolut verdient in der 3. Liga angekommen. „Der TSB war oft oben dabei. Jetzt war es der Schritt, der einfach kommen musste, wenn man sieht, was für eine Arbeit hier kontinuierlich geleistet wird.“
 

Aufstiegsspieler mit Mentalität und Nervenstärke

Neben dem Gmünder Eigengewächs Yannik Leichs, der fünf Jahre beim TV Plochingen verbrachte, sowie dem neuen Kreisläufer Sören Winger vom TV Bittenfeld II wird Eilers einer der wenigen TSBler sein, die sich bereits in der Drittklassigkeit auskennen. Sogar mehr als das: Vor einem Jahr war er maßgeblich daran beteiligt, dass der HC Oppenweiler/Backnang erstmals den Sprung in die 2. Bundesliga schaffte. „Aus dieser Zeit habe ich unglaublich viel mitgenommen“, sagt der 26-Jährige und meint damit besonders die professionellen Trainingsbedingungen.
 
In den vier Aufstiegsspielen gegen Eintracht Hildesheim und Empor Rostock hatte der Linksaußen starke 17 Tore erzielt. „Da gibt es nichts Vergleichbares“, schwärmt er noch heute von diesen prickelnden Duellen in ausverkauften Hallen. Wenngleich damals schon feststand, dass Eilers den HCOB nach nur einem Jahr wieder verlassen würde. Doch statt sich hängen zu lassen, kämpfte er sich zurück und wurde zum entscheidenden Faktor.
 
Diese Mentalität soll nun auch dem Liganeuling TSB helfen. So hart der Kampf um den Klassenerhalt auch sein wird. Eilers ist überzeugt, dass dieser zu gewinnen sein wird: „Wenn wir jedes Spiel mit der gleichen Energie angehen – egal ob der Meister oder der Tabellenletzte kommt.“ Ab Herbst kann er das selbst unter Beweis stellen, wenn er in der Drittklassigkeit wieder auf seinen abgestiegenen Ex-Verein trifft und parallel sein BWL-Studium abschließen wird.
 

Ein echtes Luxusproblem auf Linksaußen

In Niklas Burtsche besitzt der TSB bereits einen gefährlichen Linksaußen, der mit jeweils über 200 Saisontoren zweimal in Folge bester Werfer der „Jets“ war. Nun kommt mit Eilers ein weiterer Spieler mit Qualität, Tempo und Abschlussstärke hinzu. Ein Konkurrenzkampf? Ja. Ein Problem? Ganz im Gegenteil. Die beiden Positionskollegen haben sich bereits persönlich ausgetauscht und sich auf Anhieb bestens verstanden. Es soll ein Duo entstehen, das sich gegenseitig besser macht – ähnlich wie zuletzt das kollegiale Torwartgespann mit Daniel Mühleisen und Tobias Klemm. Neuzugang Eilers hat jedenfalls ein gutes Gefühl, denn: „Es ist ganz arg wichtig, dass man weiß, man hat jemanden im Rücken, der einen unterstützt. Wir wollen ein gutes Duo werden, auf das man sich verlassen kann.“ Auch an der Siebenmeterlinie sieht Eilers, der in der abgelaufenen Saison 112/76 Tore für Weinsberg erzielte, gute Möglichkeiten: „Ich übernehme gerne Verantwortung. Da kann man sich gut ergänzen, doch am Ende entscheiden das die Trainer.“
 

„Können es uns nicht leisten, nur mit einem Mann pro Position besetzt zu sein“

Der TSB reagiert mit der Verpflichtung bewusst auf die Anforderungen der 3. Liga. Mehr Breite, mehr Qualität und mehr Erfahrung sind gefordert. „Wir können es uns nicht mehr leisten, dass wir nur mit einem Mann auf einer Position besetzt sind“, betont der Sportliche Leiter Jürgen Rilli. „Nun haben wir zwei exzellente Linksaußen. Das ist für uns ein absoluter Glücksfall.“ Vor allem, weil der Druck auf Top-Torjäger Burtsche damit kleiner wird. „Nils passt optimal ins Team, ohne Niklas etwas wegzunehmen“, sagt Rilli: „Bislang hat er immer liefern müssen, das Vertrauen genießt er weiterhin. Deshalb habe ich keine Sorgen, dass die neue Situation hemmen, sondern beide Spieler pushen wird.“

Schon vor einem Jahr war der Sportliche Leiter mit Eilers in Kontakt getreten. Der Remshaldener sei ein Spieler, der perfekt zur Philosophie des TSB passt: „Wie die Mannschaft mit jungen entwicklungsfähigen Spielern auftritt, welche Stimmung wir in der Halle haben und welche Identifikation wir vorleben – das sehen natürlich gegnerische Spieler.“ Besonders auch die Fähigkeit von Aufstiegstrainer Aaron Fröhlich, der stets das Maximale aus allen Akteuren herauskitzelt. Die Chemie stimmte sofort, wie Eilers berichtet: „Wir haben offen über meine Spielzeiten gesprochen. Wichtig ist, dass man miteinander kommuniziert – und da hatte ich direkt das Gefühl, dass wir auf einer Wellenlänge sind.“
 

Offen, bodenständig – und voller Vorfreude

Mit Yannik Leichs und Kai Schäffner verbindet ihn bereits die gemeinsame Zeit in der Göppinger Jugend. Abseits des Spielfeldes wirkt Eilers bodenständig, offen und reflektiert. Im dualen Studium arbeitet er für einen IT-Dienstleister, liebt Espresso vor dem Spiel und geht „unfassbar gerne in die Sauna.“ Es spricht alles dafür, dass mit dem Trainingsauftakt am 15. Juni beim TSB Gmünd ein erfolgreiches neues Kapitel für beide Seiten beginnt.

Im Steckbrief: Nils Eilers

Position: Linksaußen
Geburtsdatum: 01.04.2000
Größe: 1,81 Meter
Wohnort: Remshalden
Beruf: Duales Studium BWL Dienstleistungsmanagement in Stuttgart
Hobbies: Zeit mit Freunden, Sauna
Sportliches Vorbild: Emil Jakobsen, Uwe Gensheimer
Bisherige Vereine: SC Korb (Jugend), Frisch Auf Göppingen (Jugend), SV Remshalden (2019-22), VfL Waiblingen (2022-24), HC Oppenweiler/Backnang (2024/25), TSV Weinsberg (2025/26)
Drittliga-Spiele: 61
Drittliga-Tore: 159/29
Größte Erfolge: Aufstieg in die 3. Liga 2023, Meisterschaft 3. Liga Süd und Aufstieg in die 2. Bundesliga 2025

(Text und Bilder: Nico Schoch - Archivbilder: Enrico Immer, Frank Bieg)